Integrationspreis der BVV Mitte verliehen

Familienzentrum Wattstraße unter den Preisträgern

 ©Uwe Hennig
©Uwe Hennig
Das Gelingen der Integration von Einwanderern und Einwanderinnen ist eines der wichtigsten, wenn nicht das entscheidende politische Thema für unser Land. Ganz besonders gilt dies für den Bezirk Mitte, welcher traditionell eines der populärsten Migrationsziele ist. Die Bezirksverordnetenversammlung möchte deshalb mit dem Integrationspreis das Thema auf die Tagesordnung setzen und erfolgreiche Integrationsprojekte fördern. Im November wurde der Preis verliehen.

Unter den diesjährigen Preisträgern war das Familienzentrum Wattstraße.

Der Hauptstadtbezirk ist für Berlin, was Berlin für die Bundesrepublik ist: Ein besonderer Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt, welche in Deutschland leben und arbeiten wollen. Nicht nur für jene, die hier für sich und ihre Kinder eine neue Heimat finden wollen, sondern auch für die demographisch herausgeforderte Nation ist die Einwanderung eine Chance. Millionenfach sind Einwanderinnen und Einwanderer Teil unserer Gesellschaft geworden und haben sich eine erfolgreiche Existenz aufgebaut, die oft im Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft gipfelt.

Nicht immer jedoch verläuft dieser Prozess so reibungslos: In manchen Fällen scheitert die Integration nach der Migration, das Resultat sind schwerwiegende Konflikte und verpasste Chancen. Auch wenn dies nur auf eine relativ kleine Minderheit der Eingewanderten zutrifft, sind die entstandenen Problemlagen viel zu signifikant, als das sie gleichmütig hingenommen werden dürften. Ein Teil der vielschichtigen Antwort auf diese Situation ist die Arbeit von Initiativen, Trägern und Einzelnen, welche sich in Kiezen und Communities für das Ankommen der Zuwandererinnen und Zuwanderer und deren Integration engagieren.

Um einen Ansporn für das fernere Wirken zu geben und die Früchte guter Integrationsarbeit ins Rampenlicht zu rücken, verleiht die Bezirksverordnetenversammlung Mitte alljährlich einen Integrationspreis. Dieses  Jahr wurden das Familienzentrum Wattstraße und das Jugendtheaterbüro Berlin ausgezeichnet. Was das letztere mit kritischen Theateraufführungen zu erreichen versucht, leistet das erstere mit »Begegnung, Beratung, Bildung und Betreuung«:  Nämlich die erfolgreiche Integration eingewanderter Menschen.

Das breitgefächerte Angebot des Familienzentrums steht natürlich allen Anwohnerinnen und Anwohnern des Brunnenviertels offen. Da es sich bei dem Viertel aber um einen Schmelztiegel von Menschen vielfältigster Herkunft handelt, macht man sich hier ganz besonders um die Betreuung von Migrantinnen und Migranten verdient. Dem selbstformulierte Anspruch »ein lebendiges Miteinander« zu »ermöglichen und fördern« werden die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als gerecht. Mit Angeboten wie einem Frauenfrühstück, einer Vätergruppe, Deutschkursen und musikalischer Früherziehung werden hier ebenso wertvolle Beiträge zur Integration geliefert wie durch die Bereitstellung eines Begegnungsraums für die vielfältige Einwohnerschaft des Brunnenviertels. Wir wünschen auch für die Zukunft viel Energie und einen langen Atem bei dieser veranwortungsvollen Aufgabe!

Bild:

2. v.l. Uwe Hennig, Bezirksverordneter, 3. v.l. Rima El-Said, Mitglied des Quartiersrates Brunnenviertel-Ackerstraße, 6. v.l. Selda Karacay, Leiterin des Familienzentrums Wattstraße, 4. v.r. Thorsten Reschke, Fraktionsvorsitzender, 3. v.r. Birga Köhler, Bezirksverordnete, 2. v.r. Diethard Rauskolb, Vorsteher der BVV, 1. v.r. Olaf Lemke, Bezirksverordneter

 

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