Rot-Rot-Grün darf Berliner Kitas nicht schröpfen

Anlässlich der Senatsplans, dass freie Kita-Träger 40 Millionen Euro zurückzahlen sollen, erklärt der Landesvorsitzende der CDU Berlin, Kai Wegner:

"Die pauschale Rückforderung des Senats ist für freie Kita-Träger blanker Hohn. Die Berliner Kitas haben die Notbetreuung sichergestellt und damit einen bedeutenden Beitrag zur Bewältigung der Krise geleistet. Ausgerechnet ihnen jetzt ans Geld zu wollen, mit der Begründung, dass sie weniger Kinder als sonst betreuen konnten, ist eine Unverschämtheit. Etwaige leichte Überschüsse, wie sie sich bei den Verpflegungskosten ergeben haben, wurden durch gestiegenen Hygieneaufwand aufgebraucht, Mieten und andere Fixkosten sind geblieben. Es grenzt geradezu an Zynismus, dass der Senat dieses Schröpfen auch noch 'solidarischen Finanzierungsbeitrag' nennt.

Die Pläne des rot-rot-grünen Senats sind auch ein Schlag ins Gesicht für Erziehrinnen und Erzieher der freien Träger, die in dieser schweren Zeit ungeachtet des gesundheitlichen Risikos ihr Ganzes gegeben haben. Sie haben die Eltern in systemrelevanten Berufen entlastet und zum Funktionieren unserer Stadt beigetragen. Ihnen jetzt nur die halbe Corona-Prämie zahlen zu wollen, ist weder gerecht noch solidarisch. Es zeigt, dass Rot-Rot-Grün die Erzieherinnen und Erzieher gerne dazu nutzt, um sich öffentlich zu inszenieren. Jetzt will der Senat einen Teil von ihnen heimlich zu Helfern zweiter Klasse degradieren. Statt weiterhin ideologische Projekte zu finanzieren, sollte sich der Senat besinnen und für die finanzielle Stabilität der Berliner Kitas sorgen. Der Senat muss von seinen Rückforderungen Abstand nehmen. Ein Beginn wäre es, wenn er zumindest erst einmal mit allen Trägern ins Gespräch kommt und keine Entscheidungen gegen sie trifft."

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