Hintergrund
  • Teaser
Auf Kontrastseite umschalten Schrift vergrößern Schrift verkleinern
Aktuelle Meldungen
20.01.2018 | Benno Kirsch
CDU zu Gast bei Seyran Ateş in der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee
Neue Nachbarn im Kiez

Die neue liberale Moschee, die in Moabit ihr Quartier gefunden hat, ist zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. Mitglieder des Kreisvorstandes der CDU Mitte haben sie besucht.

Die Johanniskirche in Moabit. Foto: Fridolin freudenfett / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0
Berlin-Mitte -

Begleitet von großer Öffentlichkeit hat im Juni 2017 die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Moabit ihren Betrieb aufgenommen. Sie ist untergebracht in der Johanniskirche in Moabit, wo sie Räumlichkeiten angemietet hat. Benannt ist die neue Moschee, die sich ausdrücklich als liberal und reformorientiert versteht, nach dem mittelalterlichen islamischen Philosophen Averroës und dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe.

Maßgeblich vorangebracht wurde das Projekt von der Berliner Rechtsanwältin Seyran Ateş, die durch ihr Engagement für Frauenrechte und durch ihre Bücher schon längerem bekannt ist. Sie hat türkisch-kurdische Eltern und ist eine Muslima, die sich die übliche religiöse und soziale Bevormundung nicht mehr bieten lassen will. Unter anderem beten daher in der neuen Moschee Frauen und Männer gemeinsam. Dadurch hat Ateş viel Kritik erhalten, insbesondere von Vertretern der türkischen Regierung.

Doch Ateş ist eine erfahrene Kämpferin, wie die von ihr geschreibenen Bücher zeigen, die sehr zur Lektüre empfohlen werden können. Ihre Autobiografie „Große Reise ins Feuer“ liest sich sehr spannend! Auch ihre politischen Schriften wie „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution“ oder der „Multikulti-Irrtum“ liefern interessante Einsichten.

Um Ateş und ihre Moschee kennenzulernen, hat eine Delegation des Vorstandes der CDU Mitte den neuen Nachbarn einen Besuch abgestattet. Am 12. September 2017 kamen Martin Leuschner, Philipp Lengsfeld, Olaf Lemke, Ottilie Klein und Cem Erkisi zu einem Gespräch mit ihr zusammen. Erkisi sagte: „Diese Moschee wird geschmäht als Provokation – aber warum eigentlich? Ateş möchte eine Moschee ermöglichen, in der Frauen und Männer gemeinsam beten. Das sollte man nicht nur schützen, sondern auch unterstützen.“

Foto oben: Fridolin freudenfett / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0

Die Delegation der CDU Mitte besucht Seyran Ateş in der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee.

 

Spendenformular
Suche
Impressionen
Termine